Arbeits- und OrganisationspsychologieArbeitsanalyse und Arbeitsgestaltung
Was umfasst die Arbeitsanalyse
Im Rahmen der Arbeitsanalyse wird aus psychologischer Perspektive untersucht, welche Inhalte die Arbeit hat und wie sie verrichtet wird. Daraus resultiert die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Arbeit. Ausgangspunkt ist die betriebliche Aufgabe, die es zu erfüllen gilt. Es lassen sich unterscheiden:
- die Bedingungen für einen Mitarbeiter, um seine Arbeit zu tun oder seine Aufgaben zu erfüllen;
- die Tätigkeiten, die er dazu selbst durchführt.
Unter den Bedingungen werden allgemeine betriebliche Rahmenbedingungen verstanden. Dazu gehören die Funktionsteilung zwischen Mensch und Arbeitsgerät (Maschine, Computer), das zu bearbeitende Produkt und der zugrunde liegende Prozess. Außerdem: die notwendige Kommunikation (Abstimmung) mit anderen Mitarbeitern, die einzelnen Arbeitsaufträge, die Freiheitsgrade bei der Aufgabenerfüllung sowie die Häufigkeiten der anfallenden Arbeiten.
Bei der Tätigkeitsanalyse wird der Arbeitsablauf in Bezug auf die einzelne Person (Individuum) untersucht:
- Welche Einzeltätigkeiten werden durchgeführt?
- In welcher Folge treten diese auf?
- Welche Zeit nehmen sie in Anspruch?
- Inwiefern tragen sie zur Zielerreichung bei?
Wann Sie eine Arbeitsanalyse durchführen
Gründe für die Durchführung von Arbeitsanalysen können sein:
- Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplätze und der Arbeitsabläufe
- Analyse von Trainingsbedarf und Trainingsinhalten
- Personalauswahl und Personalplatzierung
- Standardisierung von Arbeitsabläufen
- Festlegung in Vorschriften
- Lohn- und Gehaltsfestsetzung
- Leistungsbeurteilung
- Entwicklung von Anreizsystemen
- Erhöhung der Sicherheit am Arbeitsplatz
- Unfallverhütung
- Berufsberatung
- Umschulung
- Rehabilitation und Wiedereingliederung