Wertschätzende KommunikationHintergründe zur wertschätzenden Kommunikation

Wertschätzende Kommunikation basiert auf den Regeln zur Kommunikation und auf den Persönlichkeits-Typen der beteiligten Gesprächspartner. Sie müssen sich als Sender und Empfänger einer Aussage zunächst verstehen und dabei berücksichtigen, warum jemand etwas so sagt, wie er es sagt.

Merkmale der Kommunikation

Kommunikation ist ein zentrales Bindeglied zwischen Menschen. Sie erfolgt mit allen Sinnen, vorrangig über Sprache, aber auch nonverbal über Gestik und Mimik und über Handlungen sowie über Gefühle und Schwingungen. Und Kommunikation wird überall benötigt:

Kern-Regel: „Wir können nicht nicht kommunizieren!“ (Paul Watzlawick)

Jedes menschliche Zusammenleben bedarf der Kommunikation, und zwar einer Kommunikation, die das Leben erleichtert, statt zu Missverständnissen, Zerwürfnissen oder sogar nachfolgender Gegnerschaft zu führen. Letzteres soll und kann wertschätzende Kommunikation vermeiden – im Privatleben und im Beruf.

Der Kommunikations-Experte Friedemann Schultz von Thun weist mit seinen „Vier Seiten einer Nachricht“ darauf hin, dass die Zwecke der Kommunikation sehr unterschiedlich sein können:

  • Appell
  • Sache
  • Beziehung
  • Selbst-Kundgabe

Den Hintergrund dieser vier Kommunikationszwecke bilden die bekannten und natürlichen menschlichen Unterschiede, die im Handbuch-Kapitel Persönlichkeit und Erfolg (221) ausführlich vorgestellt sind.

Charakter-Unterschiede sind Hintergrund der Kommunikation

Im Folgenden sind zum besseren Verständnis der Zusammenhänge die wichtigsten Aussagen zu den Persönlichkeits-Typen nach dem Vier-Quadranten-Modell zusammengefasst.

Es gibt viele unterschiedliche Persönlichkeits-Profile

Heute werden weltweit zahlreiche sogenannte Persönlichkeits-Profile angeboten, insbesondere für HR-Abteilungen von Unternehmen. Führend sind DISG, MBTI und Big Five. Die Aussagen sind weitgehend kompatibel, auch mit den rund 2.500 Jahre alten Temperamenten des griechischen Arztes Hippokrates.

Die Begriffe: Choleriker, Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker beziehen sich auf Körpersäfte. Sie sind heute bekannt, aber vielfach irreführend, etwa der Phlegmatiker als „Lahm-Arsch“ oder eine Melancholikerin als „Heulsuse“!

Menschliche Eigenschaften lassen sich kategorisieren

Das weltweit führende Instrument DISC (im deutschsprachigen Raum DISG) basiert auf William Moulton Marston (Emotions of Normal People) sowie auf den polaren Beziehungen, die auch C. G. Jung herausgearbeitet hat:

  • einerseits Extraversion versus Introversion
  • andererseits Beziehungs-/ Mensch-Orientierung versus Sach-/ Aufgaben-Orientierung

Diese beiden Dimensionen stellen ein Kontinuum dar mit individuellen Präferenzen und in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen. Werden sie – als Abszisse und Ordinate – als Koordinaten-Konzept dargestellt, ergeben sich vier Quadranten (siehe Abbildung 1), die die essenziellen, natürlichen menschlichen „Eigenschafts-Bündel“ repräsentieren:

  • Wille
  • Geist/ Kreativität
  • Gemüt/ Herz
  • Verstand

Dazu im Management-Handbuch

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