KündigungEin Kündigungsgespräch führen als Führungskraft
- Aufbau eines Personalgesprächs zur Kündigung
- Wichtige rechtliche Aspekte zum Personalgespräch wegen Kündigung
- Beispiel für ein Kündigungsgespräch
- Mögliche Antworten auf „Warum werde ausgerechnet ich gekündigt?“
- Was Sie im Kündigungsgespräch nicht sagen sollten
- Lässt sich das persönliche Kündigungsgespräch vermeiden?
- Welche Alternativen zur Kündigung gibt es?
- 5 Vorlagen im Praxisteil
Aufbau eines Personalgesprächs zur Kündigung
Bevor Sie das Kündigungsgespräch mit Ihrer Mitarbeiterin oder Ihrem Mitarbeiter führen, legen Sie den Ablauf des Trennungsgesprächs fest. Nutzen Sie die vorgegebenen Formulierungsbeispiele als Grundlage, um später souverän, nachvollziehbar, fair und sachlich zu kommunizieren – selbst dann, wenn Sie aufgeregt oder ungeübt beim Führen von Personalgesprächen sind.
Vorbereitung
- Führen Sie sich die Gründe für die Kündigung vor Augen und halten Sie dazu alle relevanten Dokumente bereit.
- Stellen Sie sicher, dass die Kündigung rechtlich einwandfrei ist hinsichtlich: Kündigungsfrist, vorherige Abmahnungen, Sozialauswahl.
- Bereiten Sie sich auf ein kritisches oder emotionsgeladenes Gespräch vor zur Frage: „Warum ausgerechnet ich?“
- Wählen Sie einen ruhigen und ungestörten Raum für das Gespräch und reservieren Sie diesen rechtzeitig.
Trennungsgespräch durchführen
Beginnen Sie das Gespräch direkt. Vermeiden Sie es, um den heißen Brei herumzureden. Beispiel:
Herr/Frau [Name], ich muss Ihnen leider mitteilen, dass wir uns entschieden haben, das Arbeitsverhältnis zu beenden.
Erläutern Sie klar und sachlich die Gründe für die Kündigung. Beispiel:
Der Grund für diese Entscheidung ist [genaue Gründe anführen, zum Beispiel wirtschaftliche Gründe oder Leistungsprobleme].
Ermöglichen Sie der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter, eigene Sichtweisen darzulegen und zeigen Sie Verständnis für die Reaktion. Beispiel:
Ich verstehe, dass dies eine schwierige Nachricht für Sie ist. Möchten Sie dazu etwas sagen?
Erklären Sie den weiteren Ablauf, dazu gehören Antworten auf die folgenden Fragen:
- Welche Kündigungsfrist gilt?
- Was geschieht mit dem Resturlaub?
- Wann kann mit dem Zeugnis gerechnet werden? Und: Welche Informationen werden dafür eventuell noch vom Mitarbeiter benötigt? Auf welchem Weg erhält der Mitarbeiter das Zeugnis?
Beispiel:
Die Kündigungsfrist beträgt [Anzahl] Wochen. Sie haben noch [Anzahl] Urlaubstage, die Sie entweder nehmen oder ausbezahlt bekommen können.
Bieten Sie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung an, zum Beispiel durch ein positives Arbeitszeugnis oder Vermittlungsgespräche. Beispiel:
Wir werden Ihnen ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellen und wenn Sie das wünschen, können Ihnen bei der Jobsuche behilflich sein, indem wir Sie an relevante Kontakte weiterleiten.