Bilanzkennzahlen analysieren und interpretierenLiquidität und Zahlungsfähigkeit aus der Bilanz ermitteln
Bedeutung der Liquidität
Grundlage für jedes Unternehmen ist ausreichende Liquidität, also genug Geldmittel, um alle anstehenden Auszahlungen durchführen zu können. Nur wenn die Liquidität gegeben ist, können alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden; ansonsten droht die Insolvenz.
Aus den Bilanzwerten lässt sich ermitteln, in welchem Maß die Liquidität gesichert ist. Sie ist Voraussetzung, um auch in Zukunft das Geschäft des Unternehmens und notwendige Investitionen zu finanzieren. Und sie ist notwendig, um mögliche Verluste zu kompensieren.
Um über die Liquidität Aussagen machen zu können, muss analysiert werden, in welchem Maße ein Unternehmen das in Vermögensgegenständen gebundene Geld (liquide Mittel oder Barmittel) freisetzen kann, also wieder in Geld überführen kann. Das wird dann sichtbar, wenn klar ist, ob das Geld in den Vermögensgegenständen kurzfristig oder langfristig gebunden ist.
Was zählt zur Liquidität?
Unter Liquidität versteht man die Ausstattung eines Unternehmens mit Zahlungsmitteln oder Barmitteln wie Kassenbestände, Postwertzeichen, Sichtguthaben oder Sichteinlagen bei Banken.
Finanzanlagen, die keinen Schwankungen unterliegen und ohne Weiteres in Barmittel umgewandelt werden können, zählen ebenfalls zur Liquidität des Unternehmens.