Rückkehrgespräche und FehlzeitengesprächeRückkehrgespräche und Fehlzeitengespräche vorbereiten
Maßnahmen für erfolgreiche Rückkehr- und Fehlzeitengespräche
Wenn Sie Rückkehr- und Fehlzeitengespräche als Managementinstrument und als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements einsetzen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen:
- Erarbeiten Sie einen Gesprächsleitfaden, der die Gespräche gesundheitsfördernd und integrierend ausrichtet. (Mehr zu diesem Thema erhalten Sie im nächsten Abschnitt in diesem Kapitel.)
- Beziehen Sie den Betriebsrat von Anfang an aktiv ein.
- Schulen Sie die beteiligten Führungskräfte gründlich und bereiten Sie diese auf diese Form der Mitarbeitergespräche gut vor.
- Betten Sie die gestuften Gespräche ein in eine Gesamtstrategie zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
- Sorgen Sie für eine systematische und begleitende Erfolgskontrolle.
Die sorgfältige Umsetzung dieser Maßnahmen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor dafür, dass die Effekte der Rückkehr- und Fehlzeitengespräche erreicht werden.
Die adäquate Schulung der Führungskräfte umfasst Basiswissen zu Gesundheit und Krankheit, Strategien der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie Hinweise zur Vermeidung von Fehlern und Irrwegen. Außerdem kann in diesem Rahmen eine genaue Problemanalyse und eine Datenanalyse zum Krankenstand durchgeführt werden.
Führungskräfte, Personalabteilung und Betriebsrat, Betriebsarzt, Sozialdienst und Gesundheitsberatung, gegebenenfalls auch die Beauftragten für den Arbeitsschutz, erarbeiten dann gemeinsam einen Leitfaden für Rückkehr- und Fehlzeitengespräche. Anschließend folgt ein gründliches und praxisnahes Training in Gesprächsführung mit Fallbeispielen, um die Vorgesetzten auf ihre Aufgaben vorzubereiten.
Diese Grundlagen für Rückkehr- und Fehlzeitengespräche können mit allen Beteiligten in einem Strategie-Workshop gemeinsam erarbeitet werden.
Nutzen von Führungskräftetrainings zu Fehlzeiten- und Rückkehrgesprächen
Folgende Aspekte werden in Führungskräftetrainings zu Fehlzeiten- und Rückkehrgesprächen gefördert:
- Bewusstsein für die Problematik „Fehlzeiten“ wecken oder verstärken.
- Zusammenhänge zwischen „Fehlzeiten“ und „Führung“ kennenlernen.
- Das Mitarbeitergespräch zur Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtigste Führungsaufgabe erkennen.
- Kommunikation als wechselseitige Interaktion und die damit verbundenen Schwierigkeiten erleben.
- Verbesserung der Gesprächsführung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern allgemein und insbesondere mit Beschäftigten, die nach einer Krankheit zurückkehren.
- Sicherheit in Gesprächssituationen fördern.
- Nutzen eines Gesprächsleitfadens für die betriebliche Praxis erkennen.