Six SigmaSix Sigma einführen und anwenden
Lohnt sich Six Sigma?
Große Unternehmen stellen heraus, dass sie viele Milliarden mit Six Sigma einsparen. So behauptet General Electric, in rund fünf Jahren einen Gewinnzuwachs von sieben bis zehn Milliarden US-Dollar erzielt zu haben. Die Bank of America sparte in den ersten drei Jahren nach der Einführung von Six Sigma Hunderte von Millionen US-Dollar ein, konnte die Bearbeitungsdauer um über die Hälfte verkürzen und die Prozessfehlerrate um den Faktor zehn verringern.
Für kleine und mittelständische Unternehmen lässt sich ebenfalls feststellen: Die Prozessanalyse deckt Fehler und ihre Ursachen auf, hilft bei Kosteneinsparungen und beschleunigt die Abläufe. Gerade die intensive Arbeit am Detail, das ständige Hinterfragen und die konsequente Umsetzung von Verbesserungen tragen dazu bei, dass erhebliche Potenziale im Unternehmen erschlossen werden. Davon profitiert vor allem der Kunde.
Fallen bei der Einführung von Six Sigma
Manche Six-Sigma-Beratungen warnen aber auch: Ein Drittel aller Six-Sigma-Initiativen misslingen. Die Gründe dafür sind:
- fehlendes Wissen über Verbesserungskonzepte
- fehlende Unterstützung durch das Top-Management
- Widerstände in der Belegschaft und in der Unternehmenskultur
- fehlende Anstrengung bei Mitarbeitern und Vorgesetzten
- Scheu vor dem Aufwand für Datenerhebung, Messung, Analyse, Durchführung von Experimenten
- Maßnahmen und Lösungen zur Verbesserung von Prozessen versanden
- hoher Aufwand für Schulungen und Ausbildung wird letztlich nicht akzeptiert
Deshalb sollten jedes Unternehmen und seine verantwortlichen Führungskräfte genau überlegen, ob ein Qualitätsmanagementsystem wie Six Sigma eingeführt werden muss – und ob die Investitionen in die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Prozessverbesserungen und Änderungen aufgebracht werden.