DebriefingWissen und Erfahrungen sichern mit Wissensmanagement und Debriefing
- Was ist Wissen?
- Was passiert bei Wissensverlust?
- Erfahrungswissen durch Zusammenarbeit und Einarbeitung sichern
- Methodisches und organisationales Wissen sichern
- Mit Wissensmanagement wertvolles Fachwissen sichern
- Wissenstransfer mit den richtigen Fragen ermöglichen
- Formale Aufgaben beim Ausscheiden eines Mitarbeiters
- 3 Vorlagen im Praxisteil
Was ist Wissen?
Das Wissen einer Person umfasst alle Informationen, über die sie verfügt, die sie organisiert und deren wechselseitigen Zusammenhänge sie beachtet. Sie nutzt dabei bewusst oder unbewusst Erfahrungen, auf deren Grundlage sie handeln kann.
Kurz und bündig: Wissen ist mit Erfahrungskontext getränkte Information.
Wissen ist an die Person, die es hat, sowie an die Handlungen, die sie ausführt, gebunden. Wissen ist also immer situativ und lässt sich nicht so einfach auf andere übertragen.
Gleichwohl wird im Rahmen des Wissensmanagements mehr oder weniger erfolgreich versucht, das Wissen einer Person für andere nutzbar zu machen. Das soll auch mit dem Debriefing und dem Abschlussgespräch erreicht werden. Eine wichtige Beschränkung ist, dass Menschen ihr Wissen nicht vollständig in Worten ausdrücken und formulieren können.
Deshalb wird in Bezug auf Wissen zwischen explizitem und implizitem Wissen und dazugehörenden Erfahrungen unterschieden:
Explizites Wissen
Das explizite Wissen ist dem Mitarbeiter als solches bewusst und kann auch sprachlich ausgedrückt werden. Er kann Kollegen erklären:
- „Das mache ich so, weil …“
- „Das funktioniert so, wie …“
- „Dabei musst du darauf achten, dass …“
Implizites Wissen
Das implizite Wissen ist dem Mitarbeiter nicht unmittelbar bewusst, spielt aber bei seinen Handlungen eine große Rolle. Eine Person kann ihr implizites Wissen kaum in Worten ausdrücken. Es entspricht mehr einem Gefühl.
Implizites Wissen erschließt sich, wenn überhaupt, nur durch Zuschauen, indirekte Erläuterungen und Beispiele. Der sprachliche Ausdruck dafür könnte sein:
- „Wenn sich der Motor so anhört, weiß ich, dass …“
- „Ich weiß nicht genau warum, aber meine Erfahrung sagt mir …“
Genaue Gründe für dieses Urteil kann der Mitarbeiter aber nicht nennen. Eine ähnliche Unterscheidung wird in der Psychologie zwischen deklarativem und prozeduralem Wissen gemacht.