International verhandelnVerträge und Verhandlungsstrategien bei internationalen Verhandlungen
Vertrauen als Voraussetzung für Verhandlungen
Vertrauen ist die Grundlage für Beziehungen zu anderen und fungiert als Regulationsmechanismus und Voraussetzung für Verhandlungen und Verträge. Worauf sich das Vertrauen in einer Gesellschaft wesentlich begründet, ist jedoch unterschiedlich.
In westlichen Gesellschaften besteht ein hohes Systemvertrauen: Die Individuen bauen auf ihre politischen und rechtlichen Systeme und Institutionen. In anderen Gesellschaften herrscht eher personales Vertrauen vor: Man setzt persönliches Vertrauen in andere Menschen, zu denen man eine besondere Beziehung hat.
Systemvertrauen
Systemvertrauen beruht auf Vertrauen in die Institutionen von Staat und Gesellschaft wie Recht und Gesetz, das Funktionieren öffentlicher Verwaltungen und sonstiger staatlicher Institutionen.
Personales Vertrauen
Personales Vertrauen gründet sich auf interpersonelle Beziehungen und Reziprozität, die Gegenseitigkeit als Grundprinzip menschlichen Handelns.
Vertrauen in westlichen Gesellschaften
Gut funktionierende, entwickelte Gesellschaften nutzen in der Regel beide Formen von Vertrauen. In modernen Staaten, vor allem im Westen, hat die Bedeutung des Systemvertrauens mit der Zeit zugenommen.
Zurückzuführen ist dies auf die Wirkung der Aufklärung mit ihrer Idee geteilter Gewalten. Mit der Erfahrung, dass getrennte Machtinstanzen als gegenseitige Checks and Balances fungieren und verlässlich sind, konnte sich hier Systemvertrauen entwickeln.